19.6.19 Heiß, heiß, heiß – Forensik Bremen

Es war heiß. 29 Grad in Bremen sind nicht so häufig – und durch die schwüle Luft fühlte es sich noch deutlich heißer an. Auf das Sommerfest in der Forensik des Klinikums Bremen-Ost hatten wir uns schon gefreut, da wir schon im vergangenen Jahr erleben durften, wie sich die Patienten über etwas Abwechslung und eine Live-Band gefreut haben. Und umso toller war es, dass wir gleich noch mal spielen durften.

Der Aufbau ging mit den vielen Helfern ruck-zuck und alle Bandmitglieder waren überpünktlich (und hatten entsprechend früh ihre Arbeitsstellen verlassen 😎). Ein besonderer Dank gilt Friedo der einen Hänger organisiert hatte und uns nicht nur beim Aufbau, sondern auch beim Transport unterstützt hat! Dann zog ein kleiner Regenschauer über uns hinweg und die Böen nahmen kräftig zu. Über NINA (Warnsystem des Amtes für Bevölkerungsschutz) wurde vor schweren Gewittern und Sturmböen in Bremen und Umgebung gewarnt, aber wir wollten zumindest so lange spielen, bis die Welt „wirklich untergeht“. Unser Drummer machte noch den Scherz: „Wie auf der Titanic. Wir spielen bis zum Schluss“ 😀. Und es kam wie wir gehofft hatten: Das Gewitter zog links und rechts an uns vorbei. Die Grills waren gefüllt mit leckeren Würstchen und Hähnchenbrustfilets, die Salate waren super lecker und die Stimmung der Patienten hervorragend. Ausnahmsweise haben wir in der unten stehenden Bildergalerie auch ein paar Bewohner der Forensik fotografiert. Viel Spaß beim Blättern.

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14.11.18 Konzert hinter Mauern

Auf Einladung des Kunst- und Literaturverein für Gefangene e.V. spielten wir am 14.11.2018 in der forensischen Abteilung des Klinikums Bremen. Dies ist die Abteilung, in der schuldunfähige oder vermindert schuldfähige Straftäter während des Maßregelvollzugs untergebracht sind und durch Psychiater und Pfleger betreut werden.

Nach der Besichtigung der Räumlichkeiten waren wir skeptisch, ob in dem geplanten Raum – einer Turnhalle – eine gute Konzertatmosphäre aufkommen könnte, aber wir nahmen die Herausforderung an.

Nachdem wir unser Equipment durch die Sicherheitsschleuse ins Gebäude gebracht hatten, ging es drei Stockwerke nach oben und ab in den größten Raum der Einrichtung.

Das Pflegepersonal hatte eine Bar, Getränke, Knabbersachen und einige Stehtische organisiert und wir bekamen Unterstützung von Stephan von der Band Lazy Bones, der uns bei der Lichtanlage unterstützte.

Unsere Skepsis war völlig fehl am Platz. Eine große Gruppe fand sich ein und wir starteten mit unserer neu zusammengestellten Setlist durch. Der Spannungsbogen war genau richtig, denn nach einer kurzen Weile tanzten die fast ausschließlich männlichen Konzertbesucher – auch miteinander und die Stimmung war ausgelassen. Nach gut 1 3/4 Stunden ohne Pause beendeten wir das Konzert und freuten uns besonders über das Lob der Pflegerinnen. Viele Konzertbesucher, die im Allgemeinen sehr verschlossen und wortkarg sind, gingen aus sich heraus und hatten offensichtlich Freude an dem Abend.

Ein tolles Erlebnis für uns alle, das wir gerne noch einmal (auch hinter anderen Mauern) noch einmal wiederholen werden.

Soundcheck in der Turnhalle
Aufbau für das Konzert
Bühnenaufbau in der Turnhalle
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